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ASIn seiner Klaviersonate Nr. 2 schuf Viktor Ullmann zwischen schroff-düsteren Gesten eine wahre lyrische Oase, die trotz der drohenden Deportation in einen hoffnungsvollen Dur-Klang mündet. Es ist das musikalische Zeugnis eines tragischen Paradoxons: Er fühlte sich in seiner Arbeit durch die Haft „gefördert und nicht etwa gehemmt“, da er dort die künstlerische Freiheit fand, die ihm die außerhalb verweigert wurde.
Das Prager Kulturleben der 1920er Jahre hatte gleichsam Symbolcharakter für die Welt. Die Veranstaltung im Rahmen der Smetana-Tage Pilsen spürt namhaften Literaten und Komponisten der Zeit nach und setzt sie in Texten und Musik zueinander in Beziehung.
Der Prager Pianist Marek Kozák spielt Klaviermusik von Vítězslava Kaprálová, Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann, der Pilsener Schauspieler Marek Mikulášek liest biografische und literarische Texte aus dem Exil und aus Theresienstadt. Textzusammenstellung: Franziska Mayer.
In Kooperation: @smetanovske_dny, @pilsenphilharmonic
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